Hohenwutzen

Hohenwutzen liegt direkt an der Oder, inmitten des Biosphärenreservats Schorfheide - Chorin.

Bekannt wurde der Ort auch durch das im Sommer 1997 drohende Hochwasser, als der abgerutschte Deich zu brechen drohte. Wie durch ein Wunder konnte die Katastrophe verhindert werden und man sprach vom "Wunder von Hohenwutzen". Der Grenzübergang zum Nachbarland Polen wird an allen Tagen rege genutzt. Er dient ausschließlich dem Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern.

 

 

 

 

 

Altfriedland Anglerparadies

Die Altfriedländer Fischerei hat eine lange Tradition. Schon vor 700 Jahren wurden hier Fischteiche angelegt. In Altfriedland können Sie erholsame Stunden an fischreichen Gewässern verbringen. Sie können Forellen angeln (Oktober bis April), ganzjährig Aale und Karpfen fangen und natürlich auch Plötzen, Barsche und Rotfedern.

Neben der Möglichkeit des Angelns hat Altfriedland noch mehr zu bieten. All jene, die die urwüchsige Natur erleben und beobachten wollen, können hier mit ein wenig Glück seltene Wasservögel wie Schwarzstorch, Seeadler und Rohrweihe beobachten. Diese finden an den zahlreiche Seen und Teichen idealen Lebensraum.

Anmeldungen für Anglergruppen bitte an:

Fischerei Altfriedland

Hauptstraße 1

15320 Altfriedland

Tel.: (03 34 74) 3 21

Neuhardenberg Flugplatz

Das etwa 2 km lange Angerdorf ist vor allem durch das im klassizistischen Landhausstil errichtete Schloß bekannt. Der gesamte Schloßkomplex wird derzeit komplett saniert. Der DSGV investiert 100 Millionen Mark, um dort eine internationale Begegnungsstätte zu errichten. Geplante Fertigstellung ist das Jahr 2000. Einen ganz anderen Bekanntheitsgrad hat der Ort als ehemaliger Militärflugplatz. Bis 1990 war hier ein Jagdfliegergeschwader mit 60 MIG-21 und ein Lufttransportgeschwader mit TU-124, TU-154 und Helikoptern der ehemaligen NVA stationiert.

Koordinaten Flugplatz Neuhardenberg:

(Germany) EDNZ Info-Frequenz: 122,30 MHz - "Neuhardenberg Start"

Lage: 1 NM N Neuhardenberg 52° 36’ 48’’ N 014° 14’ 40’’E, ELEV 33 ft

Der derzeitige Betreiber ist die

Flugplatzgesellschaft Neuhardenberg mbH

Oderbruchstr. 24 a

15320 Neuhardenberg

Telefon (03 34 76) 5 01 27

Fax (03 34 76) 5 01 43

Gusow

Gusow liegt am Rande des Oderbruchs und der Seelower Höhen. Für einen Tagesausflug bietet sich ein Besuch im Schloß an. Dieses Bauwerk im neogotischen Stil ist schon von weitem durch sein leuchtendes Toskanarot sichtbar. Der Gartensaal, in dem regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen stattfinden, weist noch heute reichhaltige neogotische Stuckarbeiten auf. Von hier aus hat man einen schönen Blick in den 25 ha großen Landschaftspark. Der bekannteste Gusower, Generalfeldmarschall Georg Freiherr von Derfflinger war der Schöpfer der brandenburgischen Armee und hat einen besonderen Platz in dieser anerkannten und interessanten Ausstellung. Hier befindet sich das erste Zinnfigurenmuseum der Länder Brandenburg und Berlin. Die Ausstellungen stehen unter dem Motto "Zinnfiguren erzählen Geschichte", "Das 17. Jahrhundert in Zinn", "Japan im Mittelalter", "Pharaonen in Zinn". Die Zinnfiguren wurden dem Museum von privaten Sammlern zur Verfügung gestellt. In den Räumen des Schlosses befinden sich unter anderem ein Restaurant und eine Pension mit acht Doppelzimmern. Die Räume sind gemütlich eingerichtet und verfügen über eine kleine Minibar. Ein Besuch im Schloß lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Seelower Höhen

Seit 1994 ist Seelow die Kreisstadt des Landkreises Märkisch-Oderland. Die Stadt liegt am Rande der Lebuser Hochfläche östlich von Berlin. Alljährlich reisen zahlreiche Besucher zur Gedenkstätte "Seelower Höhen", um den vielen gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges zu gedenken. Während der Kämpfe um die Seelower Höhen im Frühjahr 1945 starben über 33000 sowjetische, 12000 deutsche und 5000 polnische Soldaten. Gedenkstätte "Seelower Höhen" Museum Küstriner Straße 28 a 15306 Seelow Tel. 03346/5 97 Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 09.00 bis 16.30 Uhr

Tourist-Information des Fremdenverkehrs-

und Informationsverein "Oderbruch" e.V.

Puschkinplatz 13

15306 Seelow

Telefon: (0 33 46) 85 02 63

Brecht-Weigel-Gedenkstätte Buckow

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Buckow und Umgebung viele Villen des Berliner Bürgertums. So auch die 1911 errichtete Jugendstilvilla, in der Brecht von 1952 bis 1956 lebte. Seit 1977 ist hier eine Gedenkstätte eingerichtet. In einem kleinen Gartenhäuschen steht neben anderen Ausstellungsstücken auch der original Planwagen, den die Helene Weigel als "Mutter Courage" über die Bühne des Berliner Ensembles zog. Das Brecht-Weigel-Haus ist kein Museum im üblichen Sinne. Den Besucher erwartet eine Atmosphäre des Nachdenkens, der Stille, der Kreativität und der Neugierde. Brecht-Weigel-Haus B.-Brecht-Straße 29 15377 Buckow Telefon: (03 34 33) 4 47

Weitere Informationen:

Umwelt- und Fremdenverkehrsamt

"Märkische Schweiz"

Wriezener Str. 1 a

15377 Buckow

Telefon: (03 34 33) 5 75 00

Wriezen

Sitz des Amtes Barnim-Oderbruch

Am Rande des Oderbruchs, dort wo die Alte Oder die westliche Talkante der Barnimhochfläche berührt, liegt die 1247 erstmals erwähnte Stadt Wriezen. Der Name ist aus dem Altslawischen abgeleitet und bedeutet "am Fluß". 1247 ist somit der Beginn der schriftlich überlieferten Geschichte Wriezens. Das heißt aber nicht, daß Wriezen erst in diesem Jahr entstanden ist. Die Entstehung erfolgte, wie in anderen märkischen Städten auch, in mehreren Etappen. 1337 bestätigte Markgraf Ludwig der Ältere der "stat tur Wrecen" städtische Rechte. Die Stadt entwickelte sich zum Markt- und Handelszentrum, denn sie lag am Schnittpunkt zweier alter Handelsstraßen, Frankfurt-Stettin (via regia) und Köpenick-Strausberg-Neumarkt (via vetus) und an einem damals viel benutzten Wasserweg, die Oder. Der Stadt ist es nicht leicht gefallen, den Wasserverkehr, der eine unbedingte Lebensnotwendigkeit war, aufrecht zu erhalten. Der 1906 angelegte Hafen wurde 1911 modernisiert und mit einer Hafenbahn und Krananlage versehen. Die beiden Kalkbrennöfen der Kalkbrennerei von Oskar Klose gaben dem Hafenbild ein besonderes Gepräge und stehen heute unter Denkmalschutz. Wöchentlich wurden in Wriezen ein Fischmarkt, Getreide-, Holz- und Viehmarkt abgehalten. Eine immer größere Bedeutung erlangte der Fischmarkt. So mußten die Fischer der umliegenden Bruchdörfer ihre Fische nach Wriezen verkaufen. Daraus ergab sich dann im Jahre 1692 die Gründung der Hechtreißerzunft. Das Handwerk spielte auch in der alten Handelsmetropole des Oderbruchs eine wesentliche Rolle. Denn Handel und Handwerk sind eng miteinander verbunden, bilden eine Einheit oder unterstützen sich gegenseitig. Viele der Handelsleute waren Juden. Die jüdische Gemeinde kaufte 1821 ein Grundstück in der Gartenstraße und errichtete hier eine Synagoge. Am 09.11.1938 wurde diese in der sogenannten Reichskristallnacht durch die Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Heute erinnert noch eine Gedenktafel an die Synagoge. Da Wriezen von vielen Bränden heimgesucht wurde, gründete der damalige Bürgermeister Albert Mahler 1855 die erste Freiwillige Feuerwehr der Mark Brandenburg. Auf dem Schützenplatz erinnert heute ein Denkmal daran. Das kulturelle Angebot der Stadt ist sehr vielseitig. Eine Wanderung auf dem Familienwanderweg "Tannensteig" oder ein Abstecher ins Naturschutzgebiet "Biesdorfer Kehlen" kann sehr lehrreich sein. Am Stadtrand in Richtung Bad Freienwalde liegt inmitten eines kleinen Waldgebietes das Waldbad. Viele Badelustige aus der Umgebung finden alljährlich den Weg zu diesem versteckt gelegenen Badesee. Auch das Wildgehege am Rande der Stadt ist besonders bei den Kindern beliebt. In der Galerie des Stadtmuseum "Zur alten Malzfabrik" finden ständig Ausstellungen statt. Angebote des Kultur- und Freizeithauses "Alcatraz" werden von den Kids rege genutzt. Der Seniorentreff "Plauderstübchen" ist bei den älteren Mitbürgern der Stadt ein beliebter Treffpunkt. Traditionell finden zweimal im Jahr in den Silberbergen Moto-Cross Veranstaltungen statt.

Weitere Informationen:

Tourist-Information "Oderbruch" (im Wasserturm)

Bahnhofstraße

16269 Wriezen

Tel.: (03 34 56) 3 52 44

Fax: (03 34 56) 57 81

Museumsdorf Altranft

Ein Anziehungspunkt für viele Besucher ist das Dorf Altranft an der B 167 Richtung Bad Freienwalde. Innerhalb des historischen Ortskerns werden typische Häuser Ostbrandenburgs erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zu besichtigen sind u. a. der Berg-Schmidt-Hof, ein Fachwerkhaus aus dem Jahre 1830 mit Inneneinrichtung, eine alte Schmiede mit Originalgeräten, die Bockwindmühle in Wilhelmsaue bei Letschin und natürlich das Schloß aus dem Jahre 1876. An den "Aktionstagen" kann jedermann selbst einen Versuch wagen und beim Korbflechten, Spinnen, Schmieden und Töpfern sein Können unter Beweis stellen.

Im Rahmen des Unterrichts besuchen Schüler der umliegenden Schulen diese Einrichtung, um selbst einmal Handwerker zu sein.

Bad Freienwalde /Moorbad /Baasee

Freienwalder Schloss
Papenteich im Kurpark
Der Baasee

Erstmals wurde die Stadt am 13. Juni 1316 urkundlich als "Vrienwalde" erwähnt. Es war ein eher unbedeutender Ort, in dem die Bewohner vom Fischfang, der Weberei und vom Brauen lebten. Freienwalde gehörte mehr als 200 Jahre dem Adelsgeschlecht derer von Uchtenhagen. Dieses war der Entwicklung der Stadt allerdings nicht gerade förderlich. So behinderten zusätzliche Abgaben sowie die kommunale Abhängigkeit die Entwicklung in Freienwalde sehr. Der Rat durfte ohne Wissen und Zustimmung derer von Uchtenhagen nicht mal einen Kuhhirten einstellen. In der St. Nikolaikirche, dem ältesten Gebäude der Stadt, befindet sich die Gruft des Hans von Uchtenhagen. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen errichtet. Von der Schönheit der Renaissanceausstattung im Innern der Kirche können Sie sich selbst überzeugen. Gegenüber St. Nikolai befindet sich in einem schönen spätbarocken Bau das Oderlandmuseum. Hier erfahren Sie zum Beispiel, daß Freienwalde der Entdeckung des heilsamen Quellwassers seinen wirtschaftlichen Aufschwung und die Entwicklung zum Kurfürstlichen Heilbad zu verdanken hat. Im Jahre 1683 entdeckte der Freienwalder Apotheker Gensichen, daß das Quellwasser einen "mineralischen Gehalt" hat. Ein Jahr später veranlaßte Kurfürst Friedrich Wilhelm den Bau von Brunnen und organisierte den Badebetrieb. Bad Freienwalde mit seinem Kurfürstlichen Heilbad ist somit der älteste und bedeutendste Badeort im Land Brandenburg. Seit 1790 hielt sich Königin Friederike Luise jeden Sommer in Freienwalde auf. Sie ließ sich einen Pavillon, das sogenannte Teehäuschen, errichten. Später wurde von ihrem Sohn das Schloß erbaut.Im Jahre 1909 ging der Besitz an den Außenminister der Weimarer Republik und Generaldirektor der Allgemeinen Elektrizitäts Gesellschaft (AEG) Walther Rathenau über. Nach seiner Ermordung 1922 schenkten dessen Erben Schloß und Park dem Kreis Oberbarnim. Im Schloß können Sie heute die Walther-Rathenau-Ausstellung besichtigen. Unweit vom Schloß steht ein Fachwerkgebäude - die Georgenkirche, im Volksmund auch nur "kleine Kirche" genannt. Sie dient heute als Konzerthalle. Auch Theodor Fontane war mit der Stadt eng verbunden. Die 1840 eingeführten Moorbäder wurden im Laufe der Zeit in Freienwalde zur wichtigsten Heilmethode. Der gute Ruf dieser Behandlung, die schöne Umgebung und die Nähe zu Preußens Hauptstadt lassen Freienwalde um die Jahrhundertwende zum bevorzugten Badeort der Berliner werden. 1924 erhielt die Stadt die staatliche Anerkennung als Kurort mit der offiziellen Bezeichnung "Bad Freienwalde". Die Stadtväter von Bad Freienwalde sind sehr darum bemüht, ihre kleine Kurstadt noch attraktiver zu gestalten. Weitere Informationen: Oberbarnim-Information Karl-Marx-Straße 25 16259 Bad Freienwalde Tel. (0 33 44) 34 02

Baasee Den Baasee finden Sie in der Nähe des Bad Freienwalder Ortsteils Sonnenburg auf der B 167 über Altranft. Die Schenke hat mittwochs bis sonntags von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Familie Schluchter betreibt dieses Gasthaus bereits seit 10 Jahren und verwöhnt die Gäste u. a. mit dem typischen Waldschenken-Menü (nur auf Bestellung), Wildschwein-Schmalzstullen und Wildsalami. Zur Tradition gehört, daß jede Besuchergruppe nach dem Essen eine Holzscheibe von einem Baumstamm absägen muß und sich mit ihren Unterschriften darauf "verewigt". Folgende Sage wird den Besuchern vom Wirt sehr eindrucksvoll vorgetragen:

Die Sage vom weißen Nix im Baasee

"In der Martinsnacht zum 12. November soll mitten auf dem Baasee ein seltsamer Feuerschein leuchten. Dann geht der weiße Wasser-Nix dreimal um den See herum. Er ist so hell und deutlich, daß alle Leute, die am Martinstag zuvor niemand betrogen haben, ihn deutlich sehen können. Aber nur auf kurze Zeit, dann verschwindet er mit großem Gezisch in den Fluten. Es geht das Gerücht, der Wassernix sei der Geist eines bösen Raubritters, den in grauer Vorzeit ein Bauer wegen seiner Grausamkeit erschlagen habe. Nun geht der Ritter im Baasee um und rächt sich, indem er Badende bei den Füßen packt, sie in die Tiefe zieht und ihnen anschließend das Herzblut aussaugt. Deshalb wird der Baasee noch heute als Badestelle gemieden."

Falkenberg Mark

Nachdem Theodor Fontane das einstige Fischerdorf Falkenberg am Rande der Oderniederung besuchte, schrieb er folgenden Satz: "Was ihr als Aussichtspunkt einen besonderen Reiz verleiht, ist die aparte Schönheit des Vordergrundes, des Dorfes Falkenberg selbst, über dessen Schluchten, Dächer und Türme hinweg, der Blick zu der weiten, grünen Fläche des Bruches hinüberschweift." Theodor Fontane

Falkenberg verfügt über zahlreiche Gaststätten. Eine sehr reizvolles Ausflugslokal ist die traditionsreiche Carlsburg auf dem 86 m hohem Paschenberg gelegen. Von hier aus hat der Besucher einen herrlichen Blick über die langgestreckten Oderbruchwiesen bis hin zum Schiffshebewerk in Niederfinow.

Paschenberg

Der Berg, so die Sage, trägt seinen Namen von einem wilden Würfelspiel, das der Satan hier mit einem gewitzten Mönchlein um dessen Seele veranstaltet haben soll.

Einst kam der Teufel auch nach Falkenberg in der Mark mit seinen prächtigen Wäldern. Der Böse war wie immer schrecklich anzuschauen, mit seinem Pferdefuß und langem Schwanz, feuerglänzenden Augen und Schweineborsten statt Haare, mit zwei Hörnern und einer furchtbaren Habichtsnase, dazu gräßliche lange Katzenkrallen an der linken Hand an der Stelle der Fingernägel.

So stieg er den steilen Hang des Berges empor, wo jetzt die Carlsburg steht, um die herrliche Aussicht auf das Oderbruch zu genießen. Schon von weitem entdeckte er mit seinen scharfen Augen ganz oben auf dem Berg einen Mönch in grauer Kutte, anscheinend ganz in Andacht versunken. "Das ist einmal ein ganz besonderes Fressen für mich, ein Frommer!" dachte der Teufel, und husch, schnell wie der Wind, rauschte er auch schon in seinem feuerroten Wams zu dem aufschreckendem Mönch heran. "Laß uns an die Arbeit gehen!" fuhr er ihn an. "Ich mach dir einen Vorschlag, den du als guter Christ nicht abschlagen kannst. Laß uns Würfeln! Wer den besten Wurf tut, ist Sieger; verlierst du, gehört mir deine Seele, verliere ich, dann gebe ich dir zehn Christenseelen aus der Hölle frei! Ist das nicht ein guter Vorschlag?" - "Zehn Christenseelen aus der Hölle frei, zehn Verdammte frei!" stammelte bestürzt der blasse Mönch - und willigte ein.

Da grinste der Teufel hinterhältig, zog schmunzelnd rasch drei Teufelswürfel aus seiner prall gefüllten Tasche und rollte sie über den großen, platten Stein, der gerade neben ihnen lag. "Dreimal Pasch, dreimal die Sechs!" rief er triumphierend. Das war der höchstmöglichste Wurf! Der Mönch erzitterte und sandte sehnsüchtig einen Stoßseufzer zum Himmel: "Bewahre mich vor der Höllenpein, zehn Seelen gilt es zu befreien!" "Nichts da!" brüllte der Teufel vor Ärger. "Meine achtzehn Augen stehen! Ja Mönchlein mit dem Teufel ist schlecht würfeln. Laß dein Geplärr und wirf!" Da faßte der Mönch Mut und tat den Wurf. Drei Würfel polterten über den Stein, gespannt verfolgten die beiden ihren Lauf. Dem Mönch aber war es, als durchzuckte ihn leise ein Kraftstrom. Jetzt lagen die Würfel still. Erstaunt sahen sich beide an: Dreimal Pasch und eine Eins, ein Würfel war zersprungen, und der Splitter zeigte noch eine Eins - das waren neunzehn Augen! Aufheulend fuhr der betrogene Teufel auf, griff hastig nach seinen Würfeln und stürzte sich voller Wut als rotglühender Feuerstrahl in den Abgrund.

Das Volk, das bald danach von diesem Würfelspiel erfuhr, nannte den Berg den Paschenberg. Und so heißt er bis auf den heutigen Tag.

Schiffshebewerk Niederfinow

Das Schiffshebewerk war bis 1978 das größte Bauwerk seiner Art in der Welt. Dann wurde es vom Schiffshebewerk Scharnebeck bei Lüneburg am Elb-Seiten-Kanal mit einer Hubhöhe von 38 m übertroffen. Das Schiffshebewerk erfreut sich bei Ausflüglern und Reisegruppen als Besichtigungsobjekt größter Beliebtheit. Wer einmal mitfahren möchte, kann am Oberhafen einen Ausflugsdampfer besteigen. Die Fahrt kostet 8 Mark für Erwachsene und dauert etwa eine Stunde. Ein Vergnügen, das sich auf jeden Fall lohnt, denn nirgends sonst erlebt man die technische Faszination dieses Bauwerks so hautnah.

Eberswalder Tierpark

Eingebettet in eine herrliche Mischwaldlandschaft liegt der Eberswalder Zoo. Auf einer Fläche von ca. 20 ha beherbergt er etwa 1000 Tiere in 115 Arten. Begonnen hat alles als Wildpark, später erfüllte er die Funktion eines Heimattierparks mit Wildschweinen, Damm- und Rotwild, Füchse, Dachse und auch Greifvögel. Inzwischen wurde der Bestand des Tierparks durch viele exotische Tierarten ergänzt. Jährlich erblicken hier ca. 300 Jungtiere das Licht der Welt. Der Zoo bietet ideale Erholungsmöglichkeiten für die gesamte Familie. Abenteuerspielplätze und ein Streichelzoo lassen bei den Kleinen keine Langeweile aufkommen. Ein Besuch im schön gelegenen Zoo in Eberswalde lohnt sich.

Öffnungszeiten:

Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr

in den Wintermonaten bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet

Telefon: (0 33 34) 2 27 33

Kloster Chorin

Choriner Musiksommer

Alljährlich zieht es ein buntes Publikum in das mittelalterliche Kloster, das 1998 auf ein 725jähriges Jubiläum zurückblicken kann. Was einst am 23. Mai 1964 als eine Betriebsveranstaltung begann, hat nun schon 35 Jahre Tradition. Damals kamen kaum 200 Zuhörer - heute können die Veranstalter pro Saison fast 25 000 Musikfreunde begrüßen. Das ehemalige Zisterzienser-Kloster bietet eine hervorragende Kulisse für klassische Musik. Für die 99iger Saison haben bereits namhafte Orchester und Solisten zugesagt.

Das vollständige Programm und Eintrittskarten sind in der Geschäftsstelle "Choriner Musiksommer" in Eberswalde, Schicklerstr. 5 erhältlich.

Telefon: (0 33 34) 65 73 10